Freunde der Gutskirche Schönfeld e.V.

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Gutskirche Schönfeld

Schönfeld

Schönfelder Straße 2

39628 Bismark (Altmark)

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AKTUELLES & EVENTS

Hier finden Sie alle Neuigkeiten rund um die Gutskirche

200. Geburtstag des Architekten Conrad Wilhelm Hase am 07. Oktober

 

 Conrad Wilhelm Hase, einer der einflussreichsten deutschen Baumeister des 19. Jahrhunderts, wäre am Dienstag – 2. Oktober 2018 – 200 Jahre alt geworden. Berühmt wurde er als Begründer der „Hannoverschen Architekturschule“, die stilprägend auf weite Teile Europas wirkte. Die Schönfelder Backsteinkirche gilt als beispielhaft für diesen Baustil und repräsentiert mit ihrer einzigartigen Gestalt diese bedeutende kunsthistorische Stilgattung in der Altmark.

 

Aus diesem Anlass präsentieren die „Freunde der Gutskirche Schönfeld“ eigens eine Jubiläumsausstellung zur „Neugotik in der Altmark“. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Oktober an den Wochenenden jeweils zwischen 11 und 16 Uhr geöffnet.

Für den Sonntag dieser Woche – 7. Oktober 2018 – lädt der Verein für 14 Uhr zu einem Festvortrag zum 200. Hase-Geburtstag nach Schönfeld ein. Ab 15 Uhr bietet das benachbarte Eventschloss Schönfeld Kaffee und Kuchen auf der Schlossterrasse an.

Für den Festvortrag konnten die Schönfelder Michelle Möhle vom Kunsthistorischen Institut Florenz gewinnen, die ihre Doktorarbeit über den Architekten Hase schrieb. Der Titel des Vortrags lautet „Bauforscher oder Historist? Der Denkmalpfleger Hase“. Der Eintritt in Ausstellung und Vortrag ist frei.

Die Vereinsmitglieder freuen sich, dass zur Halbzeit der Hase-Ausstellung bereits mehr als 700 Besucher den Weg nach Schönfeld gefunden haben,                                                     

so Vereins-Vorsitzender Felix Meister.

Nur wenige Besucher habe sich zuvor mit dem Architekten Hase beschäftigt, dieser in seiner Zeit berühmte Architekt sei heute weitgehend vergessen, so Meister weiter. Dabei habe er mit seiner Art zu bauen die ganze Region wie kein Zweiter geprägt. Die Zahl der Bauten der „Backsteingotik“ aus dem Spätmittelalter in Stendal könne man an zwei Händen abzählen, hingegen gebe es mehr als 100 Bauten der Backstein-Neugotik in Stendal: „Gleich von welcher Richtung Sdie Stadt Stendal betreten, Sie werden ein Dutzend dieser Gebäude gesichtet haben bevor sie den Marktplatz erreichen“. Diese Backstein-Neugotik ist in ihrer Geschlossenheit ein besonderes Alleinstellungsmerkmal unserer Region. Conrad Wilhelm Hase und seine Schüler haben das Gesicht der Stendaler Altstadt weit stärker verändert als die Zeit der Hanse, ist sich Meister sicher. Eigentlich könnte man in Stendal deshalb eine Änderung des Stadtnamens erwägen, fährt er lachend fort: nur ein „N“ wäre zu streichen, schon wird aus der „Hansestadt“ die „Hasestadt“ Stendal.

  

Hintergrund:

Am 2. August 2010 wurde der Verein Freunde der Gutskirche Schönfeld e.V. gegründet. Der Verein setzt sich für eine denkmalgerechte Wiederherstellung, den dauerhaften Erhalt und eine angemessene Nutzung des Denkmals ein. Die Kirchensanierung dauert inzwischen acht Jahre an. Die imposante Backsteinkirche wurde in den Jahren 1883 bis 1885 vom Architekten Conrad Wilhelm Hase erbaut, einem der einflussreichsten deutschen Baumeister der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hase war als Hochschullehrer Begründer der „Hannoverschen

Architekturschule“, die stilprägend auf weite Teile Europas wirkte.

Die Ausstellung

Backsteingotik? Backstein-Neugotik!

Zwischen 1860 und 1910 entstanden in der Altmark mehr als 50 neue repräsentative öffentliche Bauten, die unsere Altstädte bis heute prägen. Sie wurden mit Backsteinfassaden gestaltet, ganz überwiegend unter Rückgriff auf Formen der Gotik. Diese „Neugotik“ des 19. Jahrhunderts war hier sehr erfolgreich, sie zitierte und verband sich mit den mittelalterlichen Backsteinbauten und schuf das heutige Stadtbild unserer Altstädte. Heute werben Stendal, Havelberg und Tangermünde für sich als „Städte der Backsteingotik“. Aber wer weiß schon, dass hier im 19. Jahrhundert weitaus mehr Backsteinbauten in gotischen Formen entstanden als  im Mittelalter? Und warum orientierte man sich dabei eigentlich an der Gotik und nicht an Renaissance, Barock oder den ägyptischen Pyramiden?

Erfahren Sie mehr in der Sonderausstellung „Ein jeder baut nach seiner Nase – Neugotik in der Altmark“. Seien Sie herzlich eingeladen dazu in die Gutskirche Schönfeld im September und Oktober 2018.

 

Der Veranstalter

 

Prunkstück der Ausstellung ist die neugotische Schönfelder Gutskirche selbst, erbaut ab 1883 von Conrad Wilhelm Hase. Dieses Kulturdenkmal ist dem Abriss nur knapp entkommen. Rund 100 Jahre nach ihrem Bau wurde sie für die evangelische Gemeinde zu groß, 25 Jahre Leerstand folgten. Das Dach wurde undicht, Regenwasser drang ein und schädigte die Wände und den Dachstuhl. Aus der Dachrinne wuchsen meterhohe Birken. Die Orgel diente einer Eule als Wohnung, die Fenster und einige Ausstattungsgegenstände gingen durch Vandalismus zu Bruch. 2010 stellte das Kreiskirchenamt einen Abbruchantrag für die Gutskirche.

Hiergegen wandten sich die Altmärker in gleicher Weise wie Kunsthistoriker und Restauratoren aus dem ganzen Bundesgebiet. Sie riefen den gemeinnützigen Verein "Freunde der Gutskirche Schönfeld e.V." ins Leben, der seither die Instandsetzung des Denkmals vorantreibt.

Ob der hohen Bedeutung dieses Denkmals zählt der Verein inzwischen mehr als 150 Mitglieder und ist damit der größte Kulturverein der mittleren Altmark. Höhepunkt des Vereinsjahres sind die „Schönfelder Kirchenfeste“ im September, 2018 bereits in der achten Auflage. Trotz der noch laufenden Erhaltungsmaßnahmen finden auch bereits wieder Konzerte und Hochzeiten in der Gutskirche statt. Ziel des Vereins ist es, die Kirche auf Dauer zu erhalten und mit ihr das Kulturleben der Region zu bereichern. Die für September und Oktober geplante Hase-Ausstellung wird nach acht Jahren intensiver Baumaßnahmen der Auftakt für diese neue Nutzung sein.

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